Psychomotoriktherapie
Der Begriff Psychomotorik
betont das Zusammenwirken von menschlicher Bewegung, Seele und Geist. Die menschliche Bewegung wird als Ausdrucksmittel der Persönlichkeit, als Grundlage zum Erwerb kognitiver Fähigkeiten und als funktionales Geschehen betrachtet.
Generelles Ziel der Psychomotoriktherapie
ist die Erweiterung des Selbstbildes, der Handlungs- und der Interaktionskompetenz durch vielfältige Körper- und Bewegungserfahrung. Dieses Ziel wird angestrebt durch die Harmonisierung der Bewegung in globaler und differentieller Hinsicht unter Berücksichtigung verschiedener Bewegungsdimensionen: So hauptsächlich der Fortbewegung und Haltung, der Körpervorstellung, der Raum- und Zeitorientierung, der Feinmotorik, der Grafomotorik und der nonverbalen Kommunikation (Körperausdruck in Haltung, Spannung, Atmung, Augenkontakt, räumliche Interaktion).
Die therapeutische Beziehung ist für diese Arbeit grundlegend.
Schwerpunkte sind
- Bewegung als Grundlage und Ausgangspunkt zwischenmenschlicher
- Beziehungen
- Bewegung als Ausdrucksmittel der Person
- Der Leib als Ausgangs- und Bezugspunkt in Raum und Zeit
- Wechselwirkungen zwischen Wahrnehmung, Vorstellung und
- Bewegung auf der Realitäts- und der Symbolebene
Psychomotoriktherapie und psychomotorische Förderung beschäftigen sich vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Erwachsenen, die in ihrem Bewegungserleben und Verhalten und damit auch in ihren personalen und sozialen Handlungsformen derart beeinträchtigt sind, dass sie eine wesentliche Einschränkung ihrer Entwicklung und Lebensgestaltung im Umgang mit sich selbst, mit anderen und mit der Umgebung erfahren.
